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Das Neue Baseldeutsch-Wörterbuch

Im Bewusstsein, dass Sprachen immer lebendig sind, hat die Christoph Merian Stiftung die Überarbeitung und Aktualisierung des seit 1984 erhältlichen Baseldeutsch-Wörterbuchs von Rudolf Suter in Auftrag gegeben, an deren Realisierung derzeit ein Forscherteam des Deutschen Seminars der Universität Basel arbeitet.

Das Neue Baseldeutsch-Wörterbuch wird den aktuellen baseldeutschen Wortschatz erfassen und dokumentieren.

Das Forschungsprojekt wird von der Christoph Merian Stiftung und der Bürgergemeinde Basel in den Jahren 2007-2010 mit insgesamt CHF 500'000.- unterstützt. Das Wörterbuch erscheint 2010 im Christoph Merian Verlag.

Sprache ist etwas Lebendiges und einem ständigen Wandel unterworfen. Die Zeitgeschichte geht auch am Baseldeutschen nicht spurlos vorbei. Neue Wörter und Ausspracheveränderungen prägen ein neues Bild des altbekannten Dialekts.
Das neue Baseldeutsch-Wörterbuch wird den heutigen Wortschatz, und die heutige Aussprache festhalten. Die Arbeit am Wörterbuch setzt zwei Schwerpunkte:


Zum einen wird das etablierte baslerische Sprachgut differenziert neu ausgewertet und das bestehende Baseldeutsch-Wörterbuch – das populäre Standardwerk von Rudolf Suter – überarbeitet. Zum anderen werden anhand von Quellen jüngeren Datums sprachliche Neuerungen und sprachlicher Wandel (neuer Wortschatz, Bedeutungsverschiebungen, Lautwandel und -ersatz) dokumentiert und analysiert. Damit wird sowohl dem traditionelleren Sprachgebrauch wie auch dem Sprachwandel adäquat Rechnung getragen.

Wie wird der Sprachgebrauch analysiert?
Um den aktuellen Sprachgebrauch analysieren zu können, werden verschiedene Quellen untersucht, wie:
  • Online-Umfrage
  • Mündliche Umfrage (Modellsprecher)
  • Dialektliteratur
  • Theaterstücke
  • Hörspiele
  • die lokale Musikszene (v.a. Rap/HipHop)
  • Fasnachtstexte (Zeedel/Schnitzelbängg)
  • das Internet (einschlägige Diskussionsforen)
  • Fernsehsendungen
  • Beschriftungen, Hinweisschilder, Speisekarten etc.

Die Online-Umfrage

In der Online-Umfrage werden (neu) aufzunehmende Wörter auf ihre allgemeine Verständlichkeit, Gebräuchlichkeit und Beurteilung in verschiedener Hinsicht in der Basler Sprachgemeinschaft überprüft.

Seit Beginn haben über 3500 Baslerinnen und Basler an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr als 10’000 Beispielsätze zu den einzelnen Wörtern formuliert. 1/3 der bereits geschriebenen Artikel werden mit Sätzen aus der Umfrage belegt. Insgesamt wurden durch die Teilnehmer 300 neue Wörter notiert.

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